Einen wunderschönen guten Morgen!
Der Sommer 2026 ist für alle Hobbygärtner eine große Herausforderung. Während einer Hitzewelle leidet der Garten unter intensiver Sonneneinstrahlung und starke Trockenheit. Wer erlebt wie einige Prachtstauden, trotz Dauergießen eingehen, die Blüten der Hortensien verbrennen muss für die kommenden Jahre umdenken, denn es wird durch den Klimawandel nicht besser. Gärten verändern sich leise, aber stetig und wer inzwischen aufmerksam hinschaut, merkt schnell, es geht nicht nur um schöne Blüten oder den perfekten Rasen. Gewinner in meinem Garten sind die Katzenminze, Sonnenhut, Lavendel, Phlox, Schafgarbe und natürlich Fette Henne, alle haben sich gut entwickelt.
Einen Teil meines Gartens habe ich mit winterharten Sukkulenten und Hauswurz bepflanzt. Im Steingarten, im morschen Baumstumpf, in einer alten Vogeltränke, zwischen Steinen am Teich und in einem kaputten Keramiktopf. Als sukkulente Pflanzen bezeichnet man Gewächse die sich an extreme Umweltbedingungen und lange Trockenperioden angepasst haben. Besonderes Merkmal: Sukkulenten und Hauswurz speichern in ihren Blättern Wasser und so können sie langen Trockenheit problemlos überstehen. Das macht sie sehr interessant für Pflanzungen an Standorten, wo andere Pflanzen versagen.
Winterharte Sukkulenten finden in unterschiedlichen Gartenbereichen ein Zuhause. Meine Nachbarin hat sie in Kisten, Trögen und sogar in ausgemusterte Wanderschuhe gepflanzt. Doch die trockenheitsliebenden Pflanzen sind alles andere als pflegeleicht. Gegossen wird nur dann, wenn der Wurzelraum ausgetrocknet ist und mit der Gießmenge ist Zurückhaltung ratsam. Zu viel Wasser und die Wurzeln faulen ab. Eine Düngung ist nicht notwendig. Beim Schnitt fällt ebenso wenig Arbeit an – entfernt werden regelmäßig abgestorbene Blätter. Bei der Haltung im Topf sollten Sukkulenten alle drei bis vier Jahre umgetopft werden. Das alte, verbrauchte Substrat wird von den Wurzeln abgeschüttelt und durch frische Kakteenerde, die einen hohen Mineralgehalt hat, ersetzt.
Bei Topfkultur ist darauf zu achten, dass das Wasser gut abfließen kann. Beim Boden gibt es nur eine Bedingung: Durchlässig muss er sein. Im Garten ist ein sandiger Boden ideal. Schwere, nasse Böden sind für Sukkulenten völlig ungeeignet. Der Standort sollte vollsonnig sein, leichter Schatten wird noch toleriert. An stark beschatteten Plätzen verlieren die Pflanzen ihren typischen Wuchs und werden anfällig für Wurzelkrankheiten.
Widerstandsfähig zeigen sich Sukkulenten und Hauswurz auf Krankheiten und Schädlinge. Meist sind es jedoch Pflegefehler, die durch zu viel Giessen entstehen. Dass Schnecken eine Vorliebe für die Pflanzen haben, kann ich nicht bestätigen, bzw. hatte ich noch keine Probleme damit. Meine Nachbarin wird allmählich zur Sukkulenten Sammlerin. Sie meinte, angefangen hat alles auf ihrer Fensterbank. Inzwischen ist ihr kleiner aber feiner Garten voll mit Sukkulenten und Hauswurz mit ausgefallenen und teils bizarren Formen. Sie hat sich jetzt bei einer Tauschbörse angemeldet und ich denke, dass sie ihren Garten nun vergrößern oder zur Not aufstocken muss.
Wünsche euch einen schönen Sonntag!